Netzwerketreffen auf dem Ziegenhof Holzer
Ende April öffnete der Ziegenhof Holzer im Rahmen eines übergreifenden Netzwerktreffens seine Türen
Am 28.04. kamen Verantwortliche der drei baden-württembergweit tätigen Netzwerke, dem Pflanzenschutzmittelreduktions-Netzwerk, des BiodivNetzBW-Netzwerk sowie des ÖkoNetzBW, zusammen. Im Rahmen des Treffens wurden von jedem Netzwerk ein Demobetrieb im Süden Stuttgarts besucht, darunter auch der Ziegenhof Holzer, der im Namen des ÖkoNetzBW seine Türen öffnete.
Ziel des Treffens mit Exkursion lag in der Stärkung der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Austauschs zwischen den Netzwerken. Alle drei Demonstrationsnetzwerke wurden im Zuge des Biodiversitätsstärkungsgesetz geschaffen, mit dem Ziel die Forschung, die Förderung und den Austausch rund um die Themen Pflanzenschutzmittelreduktion, Biodiversität und Ökolandbau zu unterstützen. Alle drei Bereiche bedingen sich gegenseitig, sodass eine Zusammenarbeit zur Erreichung der Ziele sehr sinnvoll ist und Synergien genutzt werden können. Um neben der organisatorischen Zusammenarbeit besser zu verstehen, wie die Netzwerke im Detail funktionieren und arbeiten, wurde dieses Präsenztreffen organisiert. Drei Netzwerkbetriebe stellten sich an diesem sonnigen Dienstag vor und berichteten über ihre Netzwerksaktivitäten, wodurch wichtige Anreize für zukünftige Projekte und Veranstaltungen geschaffen wurden.
Betriebsleiterin Andrea Holzer vom ÖkoNetzBW-Partnerbetrieb Ziegenhof Holzer erzählte von den Besonderheiten ihres vor 16 Jahren gegründeten und gebauten Milchziegenbetriebs mit eigener Verarbeitung und ausschließlicher Direktvermarktung. Sie erläuterte, wie die Thüringer Waldziegen den Arbeitsrhythmus auf dem Betrieb bestimmen, wie das einmalige Melken am Tag Arbeitszeiten reduziert, gab Einblicke in die Verarbeitung der Ziegenmilch in der angegliederten Käserei und überraschte mit der erfolgreichen Vermarktung von Zicklein-Fleisch an die Endkunden. Darüber hinaus berichtete sie über ihre Aktivitäten im Rahmen des ÖkoNetzBW, welche vor allem aus dem Wissenstransfer an Berufsschulklassen und Studierenden bestehen.
Während des Besuchs gewährte Andrea Holzer einen Einblick in den modernen Freilauf-Ziegenstall, der eigens für die Bedürfnisse der Tiere konzipiert wurde. Außerdem zeigte sie die Melkanlage der Ziegen, die für eine effiziente und tierfreundliche Milchgewinnung sorgt.
Zum Abschluss wurden dem Ziegenhof Holzer zwei Feldrandschilder übergeben, die speziell auf die Betriebsschwerpunkte abgestimmt sind. Das erste Schild trägt den Titel „Vom Gras zum Käse“ und informiert über die Verarbeitungskette des Ziegenkäses in der angegliederten Käserei. Das zweite Schild heißt „Bio-Eier aus dem Mobilstall“ und soll Besucherinnen, Kunden sowie Spaziergängerinnen über die artgerechte Haltung der Legehennen im Mobilstall aufklären.