Kalkulationsdaten Öko-Marktfrüchte

Kalkulationsdaten sind in der Landwirtschaft eine Entscheidungshilfe im Hinblick auf die Rentabilität der verschiedenen Betriebszweige. Für die betriebliche Ausrichtung spielen außerdem weitere Faktoren, darunter pflanzenbauliche Aspekte wie z. B. die Fruchtfolge, die Vermarktungsmöglichkeiten sowie die Neigungen der Familien eine Rolle.

EDV-Tool

Lesezeit:
  • Teilen

Kalkulationsdaten zur Unterstützung der Betriebsplanung

Die folgende Darstellung fasst die wichtigsten ökonomischen Kennzahlen der Öko-Marktfrüchte zusammen. Alle Angaben beziehen sich jeweils auf einen Hektar, bei einer standardisierten Hof - Feld Entfernung von 2 km und 2 ha großen Schlägen für einen 150 ha Betrieb. Außerdem werden eine Eigenmechanisierung beim Anbau und der Drusch im Lohn angenommen.

* ohne Prämien und Zinsansatz

** mit Prämien und Zinsansatz

Weitere Kosten bis zum Gewinn

Flächenkosten:
Die Flächenkosten als tatsächliche oder - bei eigener Fläche - als kalkulatorische Kosten sind je nach Gebiet sehr unterschiedlich. Im Schnitt liegen sie bei 320 € je Hektar, allerdings werden Neuverpachtungen im Zuge der Flächenknappheit meist erheblich über diesem Preis abgeschlossen. [1]

Feste Maschinen- und Gebäudekosten:
Die jährlichen Maschinen- und Gebäudekosten je ha ermitteln sich aus dem Anschaffungspreis, der Nutzungsdauer und der Betriebsgröße. In den Kalkulationsdaten wurde ein Wert von ca. 330 € je Hektar für Maschinen, Hallen und Lagerraum angenommen.

Gemeinkosten:
Hierzu werden u. a. Versicherungen, Buchführung, Beiträge, Beratung,  Strom, Wasser und weitere nicht zuordenbare Kosten gezählt. Sie werden mit ca. 200 €/ha angesetzt.

Lohnansatz für Familienarbeitskräfte:
Der Lohnansatz (€/h) sollte sich grundsätzlich daran orientieren, was in einem alternativen Beschäftigungsverhältnis verdient werden kann. [2] In den Kalkulationsdaten wurde ein Lohnansatz von 20 €/AKh unterstellt.


Arbeitszeit:

In die Feldarbeitszeit fließen Rüst- und Wartungsarbeiten für Maschinen mit ein. Hinzu kommen Betriebsführungsarbeiten wie Planung und Organisation, Kontrolle, Antragswesen, Einkauf und Verkauf, Buchführung und Weiterbildung. Diese Zeiten sind abhängig von der Betriebsgröße und Betriebsausrichtung. Für einen 150 ha Ackerbaubetrieb können ca. 4 h/ha kalkuliert werden, bei 50 ha liegt der Arbeitszeitbedarf für die Betriebsführung bei ca. 7 h/ha.