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  • Steckbrief Quinoa

    Nahrhaftig alt

    Das Pseudogetreide aus der Inkazeit punktet mit einer herausragenden Nährwertkonstellation und kommt besonders bei Vegetariern, Veganern und Bioliebhabern gut an.

Geschichte

Quinoa zählt zu den ältesten zu Ernährungszwecken kultivierten Pflanzen. Sie wurde bereits 3000 vor Christus von den Inkas und Azteken im Hochland der Anden angebaut. Heute liegen die Hauptanbaugebiete in Peru, Bolivien und Ecuador. Im Kontext des Klimawandels wurde Quinoa eine bedeutende Rolle bei der Ernährungssicherung beigemessen. So erklärten die Vereinten Nationen das Jahr 2013 zum "Internationalen Jahr der Quinoa".

Botanik

Quninoa ist eine einjährige, krautige Pflanze, die bis zu 1,50 Meter hoch werden kann. Die kleinen Blüten sitzen endständig an bis zu 40 cm langen, rispenartigen Blütenständen, aus denen sich 1-2 mm große einsamige Nussfrüchte entwickeln. Quinoa ist ein Pseudogetreide, da seine Körner zwar wie Getreide aussehen und auch so verwendet werden; aber sie gehört nicht zur Familie der Süßgräßer, sondern zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).

Anbau

Quinoa gedeiht in wärmeren sowie in etwas kühleren Lagen, ist kältetoleranter als Buchweizen und lässt sich auch in nieder- schlagsärmeren Regionen kultivieren. Versuche des LTZ Augustenberg zeigten, dass ein Anbau auch unter mitteleuropäischen Klimaverhältnissen möglich ist. Quinoa benötigt zum Keimen lockere Böden mit guter Wasserführung. Die Aussat sollte Mitte bis Ende April erfolgen und auf möglichst unkrautfreien Flächen erfolgen.

Aufbereitung

Unmittelbar nach der Ernte müssen die Körner auf 10-12 % Wassergehalt heruntergetrocknet werden, um Qualitätsverluste zu vermeiden.

Ernährungsphysiologische Eigenschaften

Quinoa ist glutenfrei. Dies macht sie zu einem vollwertigen und verträglichen Getreideersatz, der sich besonders für Zöliakiepatienten eignet. Quinoa enthält gegenüber Getreide deutlich höhere Gehalte an ernährungsphysiologisch bedeutsamen Mineralstoffen, insbesondere Kalium und Magnesium und ist eine hervorragende pflanzliche Eiweißquelle. Neben essentiellen Aminosäuren enthält sie auch viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Verwendung

Quinoa eignet sich nur begrenzt zum Backen. Die Körner lassen sich aber kochen, schroten, rösten, keimen und z.B. zu Risotto, Puffern und Süßspeisen verarbeiten. Die Samen sind auch in vielen Knabber- produkten wie Müslimischungen, Keksen oder Waffeln enthalten.

Nährwert pro 100g [1]

 
  Eiweiß
 Ballaststoffe
  Kalium
 Magnesium
   Eisen
   Zink
Quinoa
 15 g
6,6 g
 805 mg
275 mg
 8,0 mg
 2,5 mg
Weizen
(Vollkorn)
12 g
11,5 g
390 mg
130 mg
5,0 mg
3,4 mg
Weizen
(Typ 405)
11 g
4,0 g
110 mg
15 mg
1,4 mg
0,7 mg

Quellen:

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