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  • Steckbrief Einkorn

    EIN gelbes Korn

    Wie der Name vermuten lässt, reift an jedem Ährchen nur ein Korn heran. Dieses ist besonders nahrhaft. Die darin enthaltenen Carotinoide verleihen dem Einkornmehl seine charakteristische gelbliche Färbung.

Geschichte

Einkorn gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und wird auch als „Urgetreide“ bezeichnet. Schon vor etwa 10.000 Jahren wurde Einkorn im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds (im heutigen nördlichen Syrien und der südlichen Türkei) angebaut. Nach Mitteleuropa kam das Urgetreide um 4500 bis 4000 v. Chr. Bis heute wurde Einkorn kaum züchterisch bearbeitet, worauf die fehlende Standfestigkeit der vorhandenen Herkünfte und Sorten im Anbau beruht.

Anbau

Die meisten Einkorn-Genotypen können sowohl im Herbst als auch im Frühjahr gesät werden. Die unterschiedliche Winter- härte sollte jedoch beachtet werden. Die Aussaat erfolgt als Vese. Anbauhinweise

Aufbereitung

Einkorn wird in Vesen geerntet und muss daher entspelzt werden. Die Spelzen werden in einem besonderen Arbeitsgang entfernt, dem sogenannten Gerben.

Verwendung

Einkorn wird zu Mehl, Brot, Gebäck oder Nudeln verarbeitet. Als Beimischung eignet es sich besonders gut um das jeweilige Produkt farb- lich und ernährungsphysio- logisch aufzuwerten. Die gelbliche Farbe ist auf die hohen Gehalte an Caro- tinoiden zurückzuführen. Ein- korn wird auch als Brau- getreide verwendet. Rezept

Hier finden Sie Infoblätter zu weiteren Nischenkulturen im Ökolandbau.

Infoblatt Einkorn

Ernährungsphysiologische Eigenschaften

Einkorn enthält im Vergleich zum Weizen deutlich mehr wertsteigernde und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, darunter Mineralstoffe wie z. B. Zink und Selen sowie sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen auch die Carotinoide zählen. Auch der Eiweißgehalt ist mit 14 bis 18% deutlich höher als bei Weizen. Einkorn gehört wie Dinkel und Emmer zu den Weizen und enthält Gluten, so dass es für Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, unverträglich ist.

Gluten

Gluten ist ein Klebereiweiß, das neben den verbreiteten  Getreidearten Weizen, Roggen, Gerste und Hafer auch in den "Urgetreidearten" wie Dinkel, Grünkorn, Emmer oder Einkorn vorkommt. Glutenfrei sind hingegen Pseudogetreidearten wie Amarant oder Quinoa.

Quellen:

Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) (Hrsg.). Pflanzenbau Einkorn. August 2014

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