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Vier „Bio-Musterregionen Baden-Württemberg“ ausgewählt

Landkreise Bodensee/Konstanz, Ravensburg, Enzkreis und Landkreis Heidenheim mit Kommunen des Ostalbkreises kommen zum Zug

In den vier ausgewählten Bio-Musterregionen fördert das Land ein Regionalmanagement zur Unterstützung des Öko-Landbaus mit maximal 100.000 Euro jährlich für einen Zeitraum von drei Jahren. Die Akteure des Öko-Sektors sollen vor Ort Maßnahmen für mehr Öko-Landbau in Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung entwickeln. Für den Start der Förderung ist jedoch noch grünes Licht aus Brüssel notwendig, das für Ende Februar erwartet wird.

Informationen zu den einzelnen Bio-Musterregionen:

Im Bereich des Regierungsbezirks Freiburg erhielt die Bewerbung der Landkreise Bodensee und Konstanz den Zuschlag. Sie enthält konkrete Vorschläge und kreative Ideen für die Umsetzung in den nächsten Jahren. Eine Projektidee ist zum Beispiel, Bio-Regiomaten aufzustellen, also Verkaufsautomaten, an denen an sieben Tagen pro Woche Bio-Erzeugnisse erworben werden können.

Im Bereich des Regierungsbezirks Tübingen fiel die Wahl auf den Landkreis Ravensburg. Besonders hervorzuheben ist bei dessen Konzeption, dass eine intensive Vernetzung zwischen Lebensmittelhandwerk und der Außer-Haus-Verpflegung geplant ist. Weiterhin ist ein Austausch mit Regionen in Richtung Bayern möglich und vorgesehen. Als ein Leuchtturmprojekt wird beispielhaft das Projekt „Bio-Frischmilch für die Region“ vorgeschlagen.

Im Bereich des Regierungsbezirks Stuttgart kommt der Landkreis Heidenheim gemeinsam mit Gemeinden des Ostalbkreises zum Zug. Die Entscheidung für die Region Heidenheim/Ostalbkreis fiel aufgrund klarer und priorisierter Ansätze sowie der Vernetzung des ökologischen Landbaus vor allem mit dem Gewässerschutz. Eine Umsetzungsidee ist der verstärkte Anbau von Bio-Braugerste für ein „bioregionales“ Bier. Weiterhin sollen mit einer regionalen Bio-Warenbörse Angebot und Nachfrage nach Bio-Erzeugnissen besser zusammengeführt werden.

Im Bereich des Regierungsbezirks Karlsruhe wird der Enzkreis erste Bio-Musterregion. Eine große Chance für die Betriebe und die Region wird in der lokalen Vermarktung von regionalen Bio-Produkten und in der Regionalkampagne „Natürlich. VON DAHEIM“ gesehen. Darüber hinaus spielen Maßnahmen im Streuobst eine große Rolle. Um umstellungsinteressierten Landwirten den Einstieg in den Ökolandbau zu erleichtern, sollen gezielt Bauer-zu-Bauer-Gespräche im Enzkreis initiiert werden.

Die mit dem ökologischen Landbau verbundenen Wertschöpfungspotenziale sollen im Land genutzt werden. Der Wettbewerb wurde im August 2017 ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist endete im November 2017.

Weitere Infomationen zum Thema „Bio-Musteregionen“ finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

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