Temporäre Mulch- und Direksaat im Ökolandbau

Weizen wird nebeneinander mit einer Direksaat- und Mulchsaatmaschine in die eingearbeitete Zwischenfrucht gesät.

Der Versuch „temporäre Mulch- und Direktsaat im Ökolandbau“ widmet sich der Anpassung von Ackerbausystemen an die Folgen des Klimawandels. Im Fokus des Versuchs liegen die Ackerbausysteme Mulch- und Direktsaat in Weizen und Mais. Grundlegend für diese beiden Methoden des konservierenden Anbaus ist die Etablierung eines gut entwickelten Zwischenfruchtbestands, welcher Beikräuter möglichst effektiv unterdrückt. Nach dem mechanischen Abtöten der Zwischenfrucht bleibt eine Mulchdecke auf dem Acker. Diese bietet unter anderem die Vorteile der Beikrautunterdrückung und des Erosionsschutzes. Die Mulch- und insbesondere die Direktsaat ermöglichen es, den Einsatz des energieintensiven Pflugs und weitere mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen einzusparen. Dadurch können Maschinenkosten gespart und die im Ökolandbau üblichen Arbeitszeitspitzen zur Beikrautregulierung entlastet werden. 

Ziel des Versuchs ist eine ökonomische und ökologische Gegenüberstellung beider konservierender Ackerbausysteme mit dem bisher im Ökolandbau weit verbreiteten Pflugeinsatz bei den Kulturen Winterweizen und Körnermais. Dabei wird die für den Ökolandbau besonders relevante Bodenfruchtbarkeit intensiv betrachtet. Dies geschieht unter anderem durch ein Regenwurmmonitoring, Gefügebonituren und Wasserinfiltrationstests.

Versuchsdauer: 2022-2025

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Direktsaat ohne N-Düngung

Variante Direktsaat Nah-und Fernaufnahme

Direktsaat mit N-Düngung

Variante Direktsaat Nah-und Fernaufnahme

Mulchsaat

Variante Mulchsaat Nah-und Fernaufnahme

Pflugtiefe 10 cm

Varinate auf 10 cm gepflügt Nah-und Fernaufnahme

Pflugtiefe 20 cm

Varinate auf 20 cm gepflügt Nah-und Fernaufnahme
  • Bilderserie zu den durchgeführten Arbeiten

Versuchsdurchführung

Saatgut Sommerzwischenfruchtmischung

Im Spätsommer wurde nach der Hauptkultur eine Sommerzwischenfruchtmischung mit 10 Komponenten gesät, welche sich überwiegend aus Leguminosen zusammensetzt.

Klicken Sie auf weiter, um die weiteren Schritte zu sehen.

Die Zwischenfrucht wird eingepflügt

Anfang November wurde die Zwischenfruchtmischung bei den Varianten mit Pflug und Grubber gemulcht und eingearbeitet. 

Mulch und Direktsaatmaschienen säen in die Zwischenfrucht

Anschließend wurde der Winterweizen bei diesen Varianten mit einer Drillkombination ausgesät. 

Direktsaat in die gewalzte Zwischenfrucht

Bei den Direktsaatvarianten wurde in einem Arbeitsgang die Zwischenfrucht gewalzt und mit einer Direktsaatmaschine der Winterweizen ausgesät.

Schlepper zieht Rollhacke über den Bestand zur Unkrautregulierung

Im Frühjahr wurde auf allen Varianten, bis auf den beiden Direktsaatvarianten, zweimal mit einer Rollhacke das Beikraut reguliert.

EIn Mann düngt die Parzelle mit der Hand

Zur Variante 5 „Direktsaat mit N-Düngung“ wurden Mitte April 80 kg N (verfügbar) pro Hektar ausgebracht.