Bio-Agrarmärkte aktuell

Hier geben wir einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Bio-Agrarmärkte. Die Nachfrage nach Bioprodukten zieht weiter an und die Preise bleiben derzeit stabil.

Zusammengesetztes Bild (Getreidefeld,Apfel,Ferkel,Schwein Euter Kalb und Bulle)

Letzte aktualisierung: März 2026

Marktinformationen

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Bio-Schweine:

Der Bio-Schweinemarkt erlebt derzeit eine Veränderung. Nach einer langen Periode, in der die Versorgung mit Bio-Schweinen knapp war, gibt es nun regionale Überschüsse. Ein Grund hierfür sind die günstigen Importe von Bio-Schweinen aus EU-Ländern wie den Niederlanden, Dänemark und Spanien. 

Handelsketten verfolgen eine zweigleisige Strategie: Einerseits führen sie günstige EU-Bio-Produkte im Preiseinstiegssegment, um einen breiten Kundenkreis anzusprechen. Andererseits bieten sie Wurstprodukte an, die mit dem Logo von Anbauverbänden gekennzeichnet sind, was oft auf enge Partnerschaften und Abnahmeverträge zwischen den Bio-Mastschweine-Erzeugern dieser Verbände und der Handelskette hinweist. Der durchschnittliche Erzeugerpreis für Bio-Schweine der Handelsklasse E, frei Schlachtstätte, betrug im Februar bundesweit 4,75 €/kg SG.

Trotz des hohen Preisniveaus hat sich die Nachfrage nach Bio-Schweinefleisch in den letzten Wochen als stabil erwiesen. Es bleibt jedoch fraglich, ob diese Nachfragehaltung angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit aufrechterhalten werden kann und ob sie ausreicht, um die derzeitigen hohen Erzeugerpreise langfristig abzusichern.

Bio-Ferkel: keine aktuellen Zahlen



Bio-Rinder allgemein: 

Im Februar haben sich die Preise für Bio-Rinder auf einem hohen Niveau stabilisiert. Die Nachfrage nach Bio-Rindfleisch bleibt trotz der zunehmenden Preisdiskussionen weiterhin hoch und die Angebotslage dementsprechend angespannt. Der Abstand zwischen Bio- und konventionellen Preisen wird überwiegend als gesund und wieder klar erkennbar eingeschätzt. Auch werden dadurch kaum noch Bio-Rinder als konventionelle Rinder vermarktet.

Bio-Jungbullen:

Tendenziell werden im ersten Halbjahr des Jahres mehr Jungbullen geschlachtet. Dennoch bleibt das Angebot knapp und der Preis für Bio-Jungbullen der Klasse R frei Schlachtstätte zog leicht an und lag im Februar bundesweit bei 7,46 €/kg SG.

Bio-Schlachtkühe:

Bei Bio-Kühen wirkt sich weiterhin der hohe konventionelle Preis stützend aus. So lag der Preis für Bio-Kühe bundesweit frei Schlachtstätte und für den Durschnitt aller Klassen im Februar bei 6,25 €/kg SG und damit noch einmal 8 Ct/kg SG über dem Preis von Januar.

Bio-Färsen:

Bio-Färsen verzeichneten im Februar bundesweit frei Schlachtstätte im Durchschnitt aller Klassen einen Preisanstieg von 7 Ct/kg SG auf 7,21 EUR/kg SG.

Bio-Eier:

Keine aktuellen Zahlen

Bio-Milch:

Die Nachfrage der privaten Haushalte nach Bio-Milch und Bio-Milchprodukten zog auch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 weiter an. Dennoch ist das aktuelle Rohstoffaufkommen teilweise zu hoch. Im Januar 2026 lieferten die Erzeuger rund 6,5 % mehr Bio-Milch an milchwirtschaftliche Unternehmen im Land als im Vormonat, in Baden-Württemberg fiel das Plus mit 8,3 % überdurchschnittlich aus. Auch im März wird von einem erneuten Plus bei der Bio-Milchmenge ausgegangen. 

Der Auszahlungspreis für Bio-Milch ist im Februar 2026 im bundesweiten Mittel nach Zahlen von Bioland, www.biomilchpreise.de, um 0,5 Cent gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen und lag bei 65,2 ct/kg, im Süden lag er mit 65,3 ct/kg Milch leicht darüber. Im Vergleich zum konventionellen Milchpreis zeigt sich der Bio-Milchpreis bislang jedoch vergleichsweise stabil. Der Preisabstand liegt mittlerweile bei rund 26 ct/kg Milch.

 

Bio-Getreide allgemein:

Der Bio-Getreidemarkt zeigt sich derzeit relativ ruhig. Es besteht eine beständige Nachfrage nach Bio-Speisegetreide, insbesondere nach mittleren Qualitäten, was zu einer leichten Preissteigerung führt. Auch die Bio-Futtermittelnachfrage verläuft stetig und ruhig, die Bio-Futtermittelpreise entwickeln sich entsprechend auf hohem Niveau stabil bis leicht sinkend.

Bio-Futtergetreide und Bio-Futterleguminosen: 

Das Angebot an Bio-Futtergetreide, insbesondere Weizen, verringert sich und wird von moderaten Preissteigerungen begleitet. Zwischen Futterpartien und schwachen Speisequalitäten tut sich nicht mehr viel im Preis, sodass auch ursprünglich geplante Partien aus dem Futter in die Speise gelangen. Bio-Futterweizen wurde im Februar bundesweit mit 364 €/t gehandelt. Auch Bio-Futtergerste und Bio-Mais konnten leichte Preissteigerungen verzeichnen und lagen bei 349 €/t bzw. 391 €/t.

Bei der allgemein knappen Verfügbarkeit von Bio-Leguminosen, insbesondere bei Verbandsware, eröffnen sich Vermarktungspotenziale für alternative Eiweißquellen. Am EU-Bio-Markt scheinen noch ausreichende Mengen an französischen Ackerbohnen erhältlich zu sein. Der Preis für Bio-Ackerbohnen lag bundesweit im Februar bei 541 €/t. Bio-Futtererbsen verzeichneten im Februar einen Preisrückgang und wurden mit 543 €/t gehandelt während Bio-Sojabohnen (lose, Protein 44) eine Preissteigerung auf 874 €/t verzeichnen konnten.

Bio-Speisegetreide:

Das Angebot an Bio-Speisegetreide wird zunehmend knapper. Bio-Weizen ist nur in hohen Qualitäten reichlich vorhanden, darunter liegende Qualitäten werden knapp. Bio-Weizen (>11,5% Protein) erzielte im Februar bundesweit einen steigenden Preis von 506 €/t. Auch Bio-Dinkel und Bio-Roggen konnten im Februar bundesweit leichte Preiserhöhung verzeichnen, sie lagen bei 475 €/t bzw. 377 €/t.

Bio-Hafer ist nach der guten Ernte 2025 noch reichlich vorhanden, wird aber im Moment von den Verbrauchern auch gut nachgefragt. Der Preis zog bundesweit im Vergleich zu den Vormonaten etwas an und lag im Februar bei 364 €/t. 

Weiter Informationen

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